SCM richtet Kreispokalturnier aus – Qualifikation für Bezirksmeisterschaft erreicht
Vergangnen Samstag richtete der Schach-Club Murrhardt 1948 e.V. zum zweiten Mal das Kreisjugend-Pokalturnier in der Altersklasse U12 aus. Entgegen der Erwartungen und der Voranmeldungen traten nur 25 Spieler aus ganz Nord-Württemberg und aus Baden für die 5 Runden an. Die Spieler hatten für jede Partie eine Stunde zum Ausführen aller Züge zur Verfügung; Zeitüberschreitung bedeutet Partieverlust.
Für den SCM saß Florian Heinrich am Brett. Inder Setzliste auf Platz 21 gesetzt besaß er nur Außenseiterchancen und Hauptziel war es einen der beiden Qualifikationsplätze für die Bezirksmeisterschaften zu ergattern. Hierfür kamen nur Spieler aus dem Schachkreis Stuttgart-Ost in Frage und Heinrich war hier auf Platz 4 gesetzt. Verhalten begann er das Turnier mit einem Remis, welches glücklich zustande kam. In der zweiten Runde gelang ein schöner Sieg gegen einen alten Bekannten, der er bereits mehrfach geschlagen hatte.
Ab der dritten Runde warteten größere Herausforderungen auf den Jugendspieler, welcher seit knapp vier Jahren beim SCM das Schachspiel erlernt. Gegen den amtierenden Kreismeister der Altersklasse U10 konnte Heinrich langsam einen Vorteil erarbeiten und diesen zum Sieg ausbauen. In der 4. Runde stand ein Duell gegen einen weit gereisten badischen Spieler an. Der Walterichstädter verlor zuerst scheinbar eine Figur, um diese dann zurück zu holen. Dies gelang im so geschickt, dass es quasi als Bonus noch einen Turm und damit den Sieg gab. Da seine Verfolger bereits einen größeren Rückstand hatten, war die Qualifikation zur Bezirksmeisterschaft bereits nach 4 Runden geschafft.
Die letzte Runde sollte somit ein Bonus gegen den Setzlistenbesten Dominik Gheng aus Schönaich sein. Dessen Vater hatte im vorvergangenen Jahr die Bezirksmeisterschaften, welche ebenfalls vom Schach-Club ausgerichtet wurden, gewonnen. Florian Heinrich ging die Sache ungeschwert an und musste bereits zu Beginn verteidigen. Nachdem er eine Figur eingestellt hatte, glaubte sich Gheng auf der Siegerstraße. Heinrich lies sich aber nicht aus dem Konzept bringen und spielte konzentriert weiter. Als Lohn konnte er die Figur zurückgewinnen und investierte diese gleich wieder in den Angriff. Mit einem sehenswerten Abzugsschach, konnte er alle Zuschauer verblüffen und setzte Matt.
Da er ohne Niederlage gegen durchweg nominell stärkere Gegner punktete, konnte Florian Heinrich seine Wertungszahl um ca.350 Punkte steigern. Im kommenden Jahr wird er zusammen mit seinem Bruder Benjamin Heinrich an der Bezirksmeisterschaft teilnehmen und um die Qualifikation zur Verbandsmeisterschaft spielen. Im normalen Spielbetrieb geht es Anfang Januar in der E-Klasse wieder um Mannschaftspunkte.